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Strategische Unternehmensführung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit

Strategie , Unternehmensführung, Zukunftsfähigkeit

Strategische Unternehmensführung heißt für uns, das Unternehmen mit einem guten Verständnis der Ist-Situation und einem klaren Blick auf die Zukunft zu führen.

Wer als Unternehmer agieren anstatt reagieren möchte, sollte sich immer wieder vom Alltagsgeschehen distanzieren, um Antworten über die grundsätzlichen Fragen zu finden:

  • Was ist unser Zweck bzw. unsere Aufgabe?
  • Wofür stehen wir?
  • Was ist uns wichtig?
  • Wo wollen wir hin und worauf wollen wir dabei besonders achten?

Antworten auf diese Fragen zu generieren und sie auch in bestimmten Zyklen zu überdenken, ist kein philosophisches Gedankenspiel, auch kein „nice-to-have“. Es ist die Voraussetzung dafür, dass ein Unternehmen überlebensfähig bleibt. Diese Fragestellungen bilden das Leitsystem für die Entscheidungen, die ManagerInnen täglich zu treffen haben. Je klarer und je einiger sich die Führungskräfte über die Elemente der Strategischen Unternehmensführung sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Entscheidungen daran ausgerichtet werden und alle an einem gemeinsamen Strang ziehen.  Die Antworten auf die Fragen der Strategischen Unternehmensführung gehen also in konkrete Handlungen über, mit denen das Unternehmen sich gestaltet bzw. dessen Umfeld mitgestaltet.

 

 

Bewährte Elemente der strategischen Unternehmensführung in der Praxis sind:

  • Mission
  • Vision
  • Leitbild
  • Geschäftsmodell
  • Strategie
  • Ziele

 

Sinn und Nutzen der strategischen Unternehmensführung?

Wirtschaften bedeutet bewusstes, planvolles Handeln. Wie soll jedoch geplant werden, wenn sich das Umfeld kontinuierlich verändert und die Zukunft ungewiss ist? Macht es da nicht mehr Sinn „im Moment zu leben“, nur in kurzfristigen Perioden zu planen, möglichst aufmerksam auf Trends am Markt zu achten und sich flexibel danach auszurichten? Unsere Antwort: Nein. Gerade in turbulenten Zeiten braucht es einen stabilen Kern, dem es Unternehmen erlaubt, im Gleichgewicht zu bleiben. Darüber hinaus braucht es strategische Leitplanken, die einen konsistenten Rahmen für die täglich fälligen Entscheidungen bilden. Die strategischen Leitplanken entstehen, indem Führungskräfte Annahmen über die Zukunft treffen und so positiv aber auch so plausibel wie möglich definieren, wie und wo sie das Unternehmen in der Zukunft sehen. So paradox es klingen mag: Nur indem Sie sich durch die strategische Arbeit festlegen, schaffen Sie die Grundlage, um auf Unerwartetes flexibel reagieren zu können. Vergleichbar ist dies mit den „improvisierten Reden“ von Winston Churchill der gesagt haben soll: „Meine improvisierten Reden sind jene, die ich am längsten vorbereite“. Ein klarer strategischer Rahmen geben den Unternehmerinnen die nötigen Freiheitsgrade, um besser „improvisieren“ zu können, wenn es darauf ankommt. Die strategische Arbeit bedeutet bewusste Vorbereitung auf das, was kommen mag. Überraschungen in der Zukunft werden dadurch nicht ausgeschlossen, aber reduziert. Indem Sie sich und Ihr Unternehmen vorbereiten, nehmen die Felder in denen Sie agieren können zu und jene Felder, in denen Sie gezwungen sind zu reagieren, nehmen ab. Sie werden zunehmend zum Gestalter Ihres Umfelds und Ihrer Zukunft.

Ein wichtiger Nutzen der Strategischen Unternehmensführung ist demnach, dass das Unternehmen agiert und nicht nur auf äußere und innere Notwendigkeiten reagiert.

 

Neben dem grundsätzlichen Aspekt: „Vom Reagieren zum Agieren“ gibt es auch noch einige ganz praktische Argumente für die positiven Auswirkungen einer Strategischen Unternehmensführung:

  • Strategische Unternehmensführung bildet einen konsistenten Rahmen, an dem die Entscheidungen und Handlungen ausgerichtet werden können.
  • Es wird dadurch sichergestellt, dass alle Kräfte zum Erreichen der wesentlichen Ziele mobilisiert werden („alle ziehen am gleichen Strang“).
  • Wenn die Elemente der Strategischen Unternehmensführung zeit- und zielgruppengerecht erarbeitet und kommuniziert werden,
    • geben sie MitarbeiterInnen und Führungskräften Orientierung,
    • erhöhen die Identifikation mit dem Unternehmen,
    • vermitteln den Sinn der eigenen Arbeit
    • und steigern damit die Motivation!

 

„Das Glück bevorzugt den, der vorbereitet ist.“ (Louis Pasteur)

Die folgende Graphik veranschaulicht die Elemente der Strategischen Unternehmensführung. Die Mission und Vision fließen in das Leitbild ein. Das Leitbild bildet den Rahmen, aus dem die Strategie  abgeleitet wird und die Umsetzung der Strategie wird durch die Ziele sichergestellt.

Der schraffierte Pfeil zwischen Vision und Strategie zeigt, dass eine klare Vision eine ausreichende Grundlage dafür sein kann, die Strategie zu planen. Diese Methoden orientieren sich weitgehend an den bisherigen Erfahrungen der Führung und den organisatorischen Möglichkeiten (Inside-Out-Betrachtung).

Das Geschäftsmodell  bietet die Möglichkeit, die externen  Rahmenbedingungen (das Umfeld) zu definieren und in die Strategieentwicklung ein fliesen zu lassen. Dadurch soll vor allem die Orientierung am Kundennutzen gewährleistet sein. Diese Methoden sind aber lediglich Hilfen für die Entwicklung von Zukunft sichernden Maßnahmen. Entscheidend ist auf die Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse zu achten.

Wichtige Kriterien dabei sind:

  • Methodenwissen,
  • Realitäts- und Praxisbezug bei der Auswahl und Handhabung der Methoden,
  • Ausreichend personellen und zeitlichen Ressourcen.

 

Elemente der strategischen Unternehmensführung

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