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Führen auf den Punkt gebracht!

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Der Begriff „führen“ wird oft als Überbegriff für die damit verbunden Aufgaben (das Was) verwendet, sowie, meist viel häufiger, für Sichtweisen zur Qualität (das Wie) von Führung. Durch Aus- und Weiterbildung lernen Führungskräfte meist eine Reihe von unterschiedlichen Theorien und Betrachtungsweisen kennen, die grundsätzlichen Fragen nach den eigentlichen Aufgaben von Führung geraten dadurch oft aus dem Fokus der Betrachtung. Wir wollen deshalb hier die wesentlichen Aufgaben und die damit verbundenen notwendigen Fähigkeiten herausstreichen.

 

Wenn mit „Führung“ die damit verbundenen Aufgaben angesprochen werden sollen, ist damit die Funktion der Leitung gemeint. Waldefried Pechtl hat in seinem Buch „Zwischen Organismus und Organisation“ vier Aufgaben definiert, die unserer Meinung nach für alle Ebenen der Leitung Gültigkeit haben, unabhängig davon, ob es sich dabei um den/die Generaldirektor In eines Konzerns oder den/der Teamleiter In mit wenigen Mitarbeitern handelt:

  1. Beurteilen (Bewertung, Diagnose, Analyse)
  2. Entscheiden
  3. Leiten (Anleiten, Anordnen, Aufträge und Anweisungen erteilen sowie Handlungsaufforderungen aussprechen)
  4. Kontrollieren.

Der/die Leiter/in muss, um seiner/ihrer Funktion gerecht zu werden, Situationen, Zielsetzungen, Informationen, Personen, Mittel und Vorgangsweisen, Planungen und Durchführungen bewerten und beurteilen. Erst dann ist die Leitung in der Lage, optimale und effiziente Entscheidungen zu treffen. Diese Entscheidungen als Steuerungsmaßnahmen werden auf dem personalen Sektor durch Anleitungen, Anweisungen, Instruktionen und Handlungsaufforderungen getroffen. Sie lösen ein Handeln aus, das in jedem Fall auf das Ergebnis hin zu kontrollieren ist. Dieses Grundverständnis von Leitung sollte auf allen Hierarchieebenen vorhanden sein und zwischen den jeweiligen Vorgesetzten und Leiter/innen schriftlich commitet werden.

 

Die Qualität des Leiters ist abhängig von seinen Fähigkeiten

  1. Kontakte einzugehen, um auf der Beziehungsebene Kommunikation zu ermöglichen.
  2. Effiziente Informations- und Kommunikationsstrukturen zu implementieren.
  3. Eigene Standpunkte zu vertreten und zu erweitern (eingehen von Auseinandersetzungen).
  4. Bei Entscheidungssituationen mit auftretenden Konflikten so einzugreifen, dass zielorientiertes Handeln stattfinden kann.

Die Erfahrung zeigt, wenn der Fokus auf diese Themen hoch gehalten wird, sind die Rahmenbedingungen für gelingendes „führen“ gegeben.


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